Bläsergemeinschaft KJV Hubertus Melsungen/ Fulda-Ederspitze Guxhagen


Chronik

Die ersten Aufzeichnungen über die Bläsergruppe im Kreisjagdverein Hubertus Melsungen existieren vom 3.11.1950. Anlässlich der Beerdigung eines Herrn Hartung aus Guxhagen-Büchenwerra traten Willi Grisse sowie Hans Purwin zum ersten Mal öffentlich als Jagdhornbläser auf. Der spätere Ehrenchorleiter und Ehrenmitglied des KJV, Willi Grisse, musste allerdings allein blasen, da Hans Purwin sein Mundstück vergessen hatte. Der eigentliche Übungsbetrieb begann Ende der Fünfzigerjahre. Es gesellten sich immer mehr am Jagdhornblasen Interessierte zu den Übungsstunden im Gasthaus Semmler unter der Leitung von Willi Grisse in Altmorschen.

Ein Höhepunkt war zu dieser Zeit der Auftritt zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin am 31.01.69 unter den Augen des damaligen Bundespräsidenten Lübke.

Nach dem Tod von Willi Grisse übernahm am 09.11.92 Gerhard Meister die Leitung der Gruppe. Da er ebenfalls seit Herbst 1991 Leiter der Bläsergruppe des Jägerstammtisches Fulda-Ederspitze aus Guxhagen war, bot es sich immer öfter an zusammen aufzutreten. Die Bläsergruppe Fulda-Ederspitze bestand ursprünglich aus Mitgliedern des 1952 gegründeten gleichnamigen Jägerstammtisches und hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt am Hubertustag ´84. Viele Bläser unterstützen beide Gruppen, was zusammen mit der neuen einheitlichen Kleidung zum engen Zusammenwachsen der Vereine geführt hat.

Mit dem unerwarteten Tod von Gerd Meister im März ´05 übernahm Andreas Geiser die Leitung beider Gruppen.

Die Bläserinnen und Bläser der Bläsergemeinschaft haben sich neben der Pflege und Weitergabe des Brauchtums zum Ziel gesetzt, ein Bindeglied zwischen Jägern und Bevölkerung zu sein. Damit leistet man einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit der Jäger.

Geblasen werden nicht nur Totsignale sondern auch Märsche und Fanfaren, die zum Teil eigens für den Bläsercorps von Willi Grisse komponiert wurden. 

Wir blasen die ursprünglichen Fürst-Pless-Hörner sowie die großen Parforcehörner und die vom Pless-Horn abgeleiteten Ventilhörner.

Besondere Auftritte in den letzten Jahren waren die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Tag der Dt. Einheit am 03.10.07 im Kosovo  (Militärlager der dt. Bundeswehrtruppen),  zu den Hessentagen in Melsungen ´87 und Homberg '08,  sowie die Begleitung des jährlichen Treffens der internationalen Militärattaches im Bendlerblock Berlin unter Anwesenheit des Bundesminister der Verteidigung Herrn Lothar de Maiziere im November 2012. Alljährlich wird die Eröffnung des internationalen Reitturniers in Spangenberg mit unseren Musikstücken und Märschen begleitet.

Wir bilden von Anfang an unseren Nachwuchs an allen Hörnern selbst erfolgreich aus.

Aktuelles von unseren Jagdhornbläsern

Hubertusgottesdienst

Ein ergreifender Hubertusgottesdienst wurde am 3. 11. in der Stadtkirche Melsungen gefeiert. 33 Bläser der Bläsergruppe Hubertus Melsungen - Fulda-Ederspitze Guxhagen, Manfred Muche an der Orgel, Pfarrer Prof. Dr. Sigurd Sadowski und Bläsersprecher Ralf Löber zogen die sehr zahlreichen Besucher in ihren Bann. "Alles hat seine Zeit", predigte Pfarrer Sadowski, und , bezogen auf St. Hubertus, "auch Wendepunkte im Leben", denen man folgen sollte. Bei "Gedanken zur Jagd" betonte Ralf Löber die Ehrfurcht vor dem erlegten Wild, vor Wald und Natur und sprach auch aktuelle Sorgen der Jägerschaft an. Mit virtuosen Musikstücken begeisterten die Bläser sogar zum Aplaus, wobei Plesshorn, Parforce- und Ventilhorn gemeinsam z.B. mit "Amazing grace" oder dem "Freischütz" erfreuten. Bei "Großer Gott, wir loben dich" wechselten Hörner- mit Orgelklängen, und Soli der Ventilhörner bei "Ich bete an die Macht der Liebe" und "Jägerabschied" berührten sehr. Lange noch verarbeiteten Gemeinde, Freunde und Bläser vor der Melsunger Stadtkirche einen ergreifenden Gottesdienst.

 

Zeit zum Gedenken

„Alles hat seine Zeit. Das Jagen hat seine Zeit. Zu Hause bleiben hat seine Zeit, das Leben hat seine Zeit, der Tod hat seine Zeit“, sprach Pfarrer Dr. Sigurd Sadowski in seiner Predigt zum Hubertusgottesdienstes in der Stadtkirche in Melsungen und ging vor allem darauf ein, dass Jäger noch viel näher am natürlichen zeitlichen Ablauf leben als viele vom Alltagsstress gehetzte Mitmenschen.

 

Am Hubertustag war es Zeit, dem Schutzheiligen der Jagd zu gedenken und dazu waren zahlreiche Jäger und Naturfreunde die Kirche gekommen. Begleitet wurde der Gottesdienst durch die Jagdhornbläsergemeinschaft Hubertus Melsungen/Fulda-Ederspitze Guxhagen. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Orgel, Jagdhörnern und dem Gesang der Gemeinde bei „Großer Gott wir loben dich“ sorgte für eine ganz besondere Stimmung in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche.

 

Für die Jägerschaft sprach Ralf Löber neben dem Hubertushirsch zur Gemeinde und zog in seinen „Gedanken zur Jagd“ Bilanz aus der aktuellen Situation im Wald und mahnte, dass es auch zur Kultur der Jagd gehört, das Wild zu schützen und zu erhalten.

 

Mit dem Auszug der Bläser und einigen Hörnerklängen vor der Kirche ging ein wunderschöner Gottesdienst zu Ende, der das Gefühl zurückließ, dass man sich bei allem Stress auch mal Zeit für die schönen Dinge im Leben nehmen muss – und dass das Jagen durchaus dazugehört.

 

Bläserkorps des Kreisjagdvereins Melsungen/Fulda-Ederspitze eröffnet den Großen Preis von Spangenberg

Unser Bläserkoprs beim CSI Spangenberg
Unser Bläserkoprs beim CSI Spangenberg

Am 24.06.2018 eröffneten die Bläserinnen und Bläser des KJV Melsungen/Fulda-Ederspitze unter der Leitung von Andreas Geiser den Großen Preis von Spangenberg. Das Bläserkorps ist schon seit vielen Jahren fester Bestandteil im Programm des Internationalen Reitturniers. In diesem Jahr fand der Auftritt zum ersten Mal auf dem Turnierplatz vor großem Publikum statt.

 

Das vor allem im reiterlichen Bereich aktive Publikum wurde mit dem Stück „Begrüßung“ zur schwersten Springprüfung des Turniers willkommen geheißen. Es folgten der „Hessische Jägermarsch“, die „Hegewald Fanfare“ und „Hörnerklang“. Moderiert wurde der Auftritt in gewohnt routinierter und unterhaltsamer Art von Ralf Löber. Das Publikum folgte dem Auftritt mit großem Interesse und dem Applaus nach großer Begeisterung.

 

Eine rundum gelungene, klangvolle Eröffnung des Großen Preises von Spangenberg, einem der bekanntesten Reitturniere in der Region mit einem internationalen Starterfeld. Schön, dass das Bläserkorps des KJV Melsugen/Fulda-Ederspitze dabei sein konnte!

 

Hörnerklang zur Sommerzeit – oder:

Es muss nicht immer Hubertus sein...

Ein ganz besonderer Gottesdienst fand in der wunderschönen Bauernbarockkirche zu Ronshausen im Kreis Hersfeld-Rotenburg statt. Die Bläsergemeinschaft Hubertus Melsungen/Fulda-Ederspitze unter der Leitung von Andreas Geiser begleitete eine Gottesdienststunde konzertant. Dabei kamen Fürst-Pless-, Parforce- und Ventilhörner zum mehrstimmigen Einsatz.

 

Pfarrer Thomas Nickel predigte über Psalm 150: „Lobt Gott mit Posaunen, Psalter und Harfen“, während der Klang der Jagdhörner die Kirche erfüllte.

 Mit „Introitus“ begann die Feststunde, „Morgenpirsch“ und „Gruß aus den Bergen“ folgten. Ralf Löber, der Sprecher der Bläsergruppe, berichtete launig aus der Geschichte des Jagdhorns. Der Kirchenchor Ronshausens untermalte das außergewöhnliche Ereignis mit „Gebet der Jäger“, einem ursprünglichen Hornstück, das mit einem Text versehen wurde.

 Ventilhörner und Organistin Dr. Barbara Jordan begleiteten den Gemeindegesang bei „Großer Gott wir loben dich“ im Wechsel und schließlich gemeinsam. Die „Hainicher Jagdfanfare“ erklang als reines Parforcehornstück, nach dem Segen der „Jägerabschied“.

 

Beim anschließenden Imbiss freuten sich Bläser und Kirchengemeinde über einen sehr fröhlichen Gottesdienst in „weihnachtlich“ prall gefüllter Kirche. Und es reifte die Überzeugung, dass Jagdhörner nicht nur in Hubertusgottesdiensten, sondern eigentlich zu jeder Jahreszeit erklingen können – wie in Ronshausen eben zu Sommerzeit.

Spangenberg, 16.07.2017

Am 16. Juli trafen sich Gesangsvereine aus dem Raum Spangenberg sowie befreundete Vereine und Musikgruppen auf dem Schloss Spangenberg. Wir waren mit unseren Jagdhörnern dabei.